19.12.2001, B 11 AL 57/01 R
LSG NW, 20.06.2001, L 12 AL 50/00 ✗
Der Arbeitgeber kann die Entscheidung des Arbeitsamtes, die seinen Arbeitnehmer Schwerbehinderten nach § 2 SchwbG gleichstellt, nicht anfechten (Fortführung von und Klarstellung gegenüber BSG vom 22.10.1986 - 9a RVs 3/84 = BSGE 60, 284 = SozR 3870 § 3 Nr 23).
Rechtlicher Schwerpunkt: Neuntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB IX), Teil 2 / SB
19.12.2001, B 11 AL 53/01 R
LSG NW, 07.06.2001, L 1 AL 15/01 ✓
Orientierung
Abfindungen aufgrund eines Sozialplanes, dessen Leistungen eine ordentliche Kündbarkeit erst wieder eröffnen, begründen das Ruhen nach § 143a Abs 1 Satz 4 SGB III.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
19.12.2001, B 11 AL 50/01 R
LSG HE, 09.05.2001, L 6 AL 432/00 ✓
Orientierung
Macht der Revisionskläger geltend, das Berufungsgericht habe den Sachverhalt entgegen § 103 SGG nicht ausreichend erforscht, so genügt es nicht, die noch für erforderlich gehaltenen Ermittlungen anzugeben. Vielmehr ist anzugeben, aus welchen Gründen sich die unterlassenen Ermittlungen aufdrängen mußten. Dabei ist auch auszuführen, zu welchem Ergebnis diese Ermittlungen geführt hätten.
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
19.12.2001, B 11 AL 49/01 R
LSG RP, 26.04.2001, L 1 AL 100/00 ✓
Orientierung
Vermögen des Arbeitslosen, das bei der Bedürftigkeitsprüfung bereits berücksichtigt wurde, kann bei einer Bedürftigkeitsprüfung für spätere Zeiträume nicht erneut berücksichtigt werden.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
05.12.2001, B 7 AL 68/00 R
LSG HE, 05.04.2000, L 6 AL 1423/98 ✓
Orientierung
Zur Feststellung der Glaubwürdigkeit einer subjektiven Zweckbestimmung ist erforderlich, daß die objektiven Begleitumstände mit dieser im Einklang stehen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
05.12.2001, B 7 AL 52/01 R
LSG NW, 21.03.2001, L 12 AL 63/00 ✗
Eine Verlängerung der Rahmenfrist (hier wegen Kinderbetreuungszeiten nach § 124 Abs 3 S 1 Nr 2 SGB 3) tritt nach § 427 Abs 2 SGB 3 nicht ein, wenn entsprechende Zeiten vor dem Inkrafttreten des SGB 3 innerhalb der Rahmenfrist zurückgelegt worden sind, die nach § 427 Abs 3 SGB 3 den Zeiten eines Versicherungspflichtverhältnisses gleichstehen und damit zur Erfüllung der Anwartschaftszeit nach dem SGB 3 dienen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
05.12.2001, B 7 AL 2/01 R
LSG HH, 11.11.1999, V ARBf 33/96 ✗
Orientierung
Das Gericht darf sich nicht widersprüchlich verhalten oder aus eigenen oder ihm selbst zurechenbaren Versäumnissen keine Verfahrensnachteile für die Kläger ableiten.
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
08.11.2001, B 11 AL 45/01 R
LSG NW, 15.02.2001, L 9 AL 209/99 ✗
Der Anteil der innerhalb des Jahres ausscheidenden Arbeitnehmer, die das 56. Lebensjahr vollendet haben (§ 128 Abs 1 S 2 Nr 6 AFG) ist unter Einschluß der Arbeitnehmer zu berechnen, die ihr Arbeitsverhältnis selbst gekündigt haben.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
08.11.2001, B 11 AL 43/01 R
LSG NW, 18.04.2001, L 12 AL 171/99 ✗
Orientierung
Es ist nicht verfassungswidrig, dass die Überstunden bei der Berechnung des Arbeitslosengeldes außer Ansatz bleiben, obwohl der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung auch auf der Grundlage der Überstundenvergütung berechnet wird.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
08.11.2001, B 11 AL 37/01 R
LSG BW, 20.11.2000, L 12 AL 209/00 ✗
Orientierung
§ 153 Abs 4 Satz 2 SGG bestimmt, daß die Beteiligten vor einer die Berufung nach § 153 Abs 4 Satz 1 SGG zurückweisenden Entscheidung durch Beschluß zu hören sind.
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
08.11.2001, B 11 AL 33/01 R
LSG ST, 30.03.2001, L 2 AL 93/00 ✗
Orientierung
§ 155 Nr 2 SGB III begrenzt die Fortzahlung von Uhg bei Arbeitsunfähigkeit bis zur tatsächlichen Beendigung der Maßnahme.
Rechtlicher Schwerpunkt: Unterhaltsgeld
08.11.2001, B 11 AL 31/01 R
LSG BW, 14.11.2000, L 13 AL 4533/99 ✗
Eine Sperrzeit kann auch eintreten, wenn der Arbeitslose ein angebotenes Leiharbeitsverhältnis nicht angenommen oder nicht angetreten hat.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
08.11.2001, B 11 AL 19/01 R
LSG HE, 15.12.2000, L 10 AL 1487/97 ✓
Für eine Zulassung des Rechtsmittels fehlt dem Berufungsgericht im Berufungsverfahren die Entscheidungsmacht. Hiervor zu unterscheiden ist eine Zulassung aufgrund nachträglich erhobener Nichtzulassungsbeschwerde durch Beschluß.]
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
20.09.2001, B 11 AL 87/00 R
LSG NW, 06.09.2000, L 12 AL 177/98 ✓
Orientierung
Das Ruhen nach § 118 Abs 1 Nr 4 AFG erfaßt den Anspruch auf Alhi in voller Höhe unabhängig von der Höhe der Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
20.09.2001, B 11 AL 35/01 R
LSG BW, 06.04.2001, L 8 AL 3746/00 ✗
1. Eine Versichertenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung begründet das Ruhen eines Anspruchs auf Leistungen bei Arbeitslosigkeit nur, wenn die Rente zur Zahlung zuerkannt ist; dies trifft nicht zu, wenn die Rente zwar bewilligt, aber zur Befriedigung von Ersatzansprüchen einbehalten wird (Fortführung von BSG vom 12.12.1991 - 7 RAr 24/91 = BSGE 70, 51 = SozR 3-4100 § 118 Nr 3).
2. Die Tatbestandswirkung der Zuerkennung von Rente führt zum Ruhen von Arbeitslosenhilfe auch im Falle einer rechtswidrigen Aufforderung der Bundesanstalt für Arbeit, einen Rentenantrag zu stellen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
20.09.2001, B 11 AL 30/01 R
LSG HE, 09.03.2001, L 10/13 AL 885/99 ✗
Orientierung
Ob die im Vergleich getroffene Vereinbarung einen Abwicklungsvertrag darstellte, mit dem lediglich die Folgen der rechtlich fortbestehenden Kündigung geregelt werden sollten, oder ob es sich um einen Aufhebungsvertrag gehandelt hat, durch den die ursprüngliche Kündigung zurückgenommen wurde und der als neuer Rechtsgrund konstitutiv für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses war, ist abhängig von dem Inhalt der rechtsgeschäftlichen Erklärungen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
04.09.2001, B 7 AL 84/00 R
LSG NB, 26.09.2000, L 7 AL 32/00 ✓
Bei einem Steuerklassenwechsel von Ehegatten ist Arbeitslosenhilfe auch dann auf der Grundlage der neu eingetragenen Lohnsteuerklasse zu berechnen, wenn die gewählte Steuerklassenkombination besser als die bisherige dem Verhältnis der maßgebenden Arbeitsentgelte entspricht; die Wahl der günstigsten Kombination wird nicht vorausgesetzt.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
04.09.2001, B 7 AL 64/00 R
LSG NB, 26.10.1999, L 7 AL 162/99 ✗
Orientierung
Ein Aufhebungsvertrag läßt sich nicht als sozial gerechtfertigte Arbeitgeberkündigung iS des § 128 Abs 1 Satz 2 Nr 4 AFG werten, selbst wenn materiell-rechtlich die Voraussetzungen für eine sozial gerechtfertigte ordentliche Kündigung vorgelegen haben.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
04.09.2001, B 7 AL 6/01 R
LSG NW, 30.11.2000, L 9 AL 101/00 ✗
Orientierung
Liegen Anhaltspunkte für eine Schätzung des Gegenstandswertes nicht vor, ist der in § 8 Abs 2 Satz 2 BRAGO vorgesehenen Wert von 8.000 DM zu Grunde zu legen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG)
04.09.2001, B 7 AL 4/01 R
LSG HE, 16.09.1998, L 6 AL 179/97 ✗
Zur Verhältnismäßigkeit der Sperrzeit- und Ruhensregelungen bei der Gewährung von Arbeitslosengeld.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
09.08.2001, B 11 AL 9/01 R
LSG BW, 06.12.2000, L 5 AL 3430/99 ✗
Orientierung
Vermögen des Arbeitslosen, das bei der Bedürftigkeitsprüfung bereits berücksichtigt wurde, kann bei einer Bedürftigkeitsprüfung für spätere Zeiträume nicht erneut berücksichtigt werden.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
09.08.2001, B 11 AL 17/01 R
LSG BW, 15.12.2000, L 8 AL 316/00 ✓
Nach § 1 Abs 1 S 2 der ErreichbAnO besteht die Pflicht, dem zuständigen Arbeitsamt einen Wohnungswechsel persönlich und unverzüglich mitzuteilen, auch dann, wenn dem Arbeitslosen infolge eines Postnachsendeantrages Briefpost unter der neuen Adresse ohne Verzögerung zugeht (Fortführung von BSG vom 20.6.2001 - B 11 AL 10/01 R = BSGE 88, 172-180 = SozR 3-4300 § 119 Nr 3).
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
09.08.2001, B 11 AL 15/01 R
LSG NW, 09.11.2000, L 9 AL 81/99 ✗
Während des Bezugs von Arbeitslosenhilfe jährlich wiederkehrend gezahlte Zinsen sind als Einkünfte anteilig bis zur nächsten Zinsausschüttung auf die Arbeitslosenhilfe anzurechnen (Fortführung von BSG vom 11.2.1976 - 7 RAr 159/74 = BSGE 41, 187 = SozR 4100 § 137 Nr 1 und vom 6.10.1977 - 7 RAr 1/77 = BSGE 45, 60 = SozR 4100 § 138 Nr 2).
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
09.08.2001, B 11 AL 11/01 R
LSG BB, 18.12.2000, L 10 AL 195/99 ✗
Vermögen des Arbeitslosen, das in der Bedürftigkeitsprüfung bereits berücksichtigt worden und nach Ablauf der gemäß § 9 AlhiV errechneten Dauer fehlender Bedürftigkeit noch vorhanden ist, kann nicht erneut berücksichtigt werden.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
09.08.2001, B 11 AL 100/00 R
LSG HE, 29.09.2000, L 10 AL 927/98 ✓
Orientierung
Der Anspruch auf Alg kann wegen Verletzung der Pflichten des Arbeitslosen nicht verweigert werden, wenn er an einem Tage zur üblichen Zeit des Eingangs der Post aus Gründen tatsächlich nicht erreichbar gewesen ist, die ihm unbekannt waren und unbekannt sein durften, obwohl er nach den getroffenen Vorkehrungen alles getan hatte, um bei üblichem Verlauf der Dinge erreichbar zu sein.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
02.08.2001, B 7 AL 86/00 R
LSG BY, 25.07.2000, L 10 AL 383/98 ✓
Die Arbeitserlaubnisfreiheit (Arbeitsgenehmigungsfreiheit) des fahrenden Personals im grenzüberschreitenden Güterverkehr, das von einem Arbeitgeber mit Sitz im Ausland bereits vor dem 10.10.1996 auf in Deutschland zugelassenen LKW beschäftigt wurde, besteht über diesen Zeitpunkt hinaus nicht zeitlich unbegrenzt fort; jedenfalls für die Zukunft (ab August 2001) kann ein übergangsrechtlich gebotener Bestandsschutz nicht mehr geltend gemacht werden (Abgrenzung zu BSG vom 10.3.1994 - 7 RAr 44/93 = BSGE 74, 90 = SozR 3-4210 § 9 Nr 1).
Rechtlicher Schwerpunkt: Aufenthaltsgesetz (AufenthG)
02.08.2001, B 7 AL 18/00 R
LSG NB, 22.02.2000, L 7 AL 191/99 ✗
1. Die Klage auf Feststellung des Bestehens oder Nichtbestehens eines Drittrechtsverhältnisses setzt eine Betroffenheit in eigenen Rechten voraus.
2. Im Revisionsverfahren muß eine notwendige Beiladung nach § 75 Abs 2 SGG nicht nachgeholt werden, wenn die zu treffende Entscheidung den Beizuladenden weder verfahrensrechtlich noch materiell-rechtlich benachteiligen kann.
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
21.06.2001, B 7 AL 94/00 R
LSG NW, 21.12.1999, L 9 (13) AL 40/98 ✗
1. Jedenfalls einem nicht vertretenen Berufungskläger muß vor Entscheidung über die Berufung durch Beschluß nach § 153 Abs 4 S 1 SGG nicht nur diese Verfahrensweise angekündigt werden; er muß auch auf seine Äußerungsmöglichkeit hingewiesen werden.
2. Die Anhörung (§ 153 Abs 4 S 2 SGG) kann auch durch den Berichterstatter und vor Meinungsbildung im Berufungssenat geschehen (Anschluß an BSG vom 20.10.1999 - B 9 SB 4/98 R = BSG SozR 3-1500 § 153 Nr 8).
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
21.06.2001, B 7 AL 66/00 R
LSG BB, 18.04.2000, L 14 AL 90/97 ✗
Die rückwirkende Bewilligung einer Erwerbsunfähigkeitsrente für Zeiten, in denen Krankengeld bezogen wurde und für die deshalb Beiträge an die Bundesanstalt für Arbeit zu zahlen waren, läßt die Beitragspflicht nicht mit Wirkung für die Vergangenheit entfallen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Versicherungspflicht
21.06.2001, B 7 AL 62/00 R
LSG RP, 16.03.2000, L 1 AL 118/99 ✗
Der arbeitsrechtliche Anspruch auf Schadensersatz wegen eines im Verzug des Arbeitgebers untergegangenen Urlaubsanspruchs ist keine Urlaubsabgeltung iS des § 117 Abs 1a AFG.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
21.06.2001, B 7 AL 6/00 R
LSG HE, 22.10.1999, L 10 AL 127/97 ✓
Orientierung
1.Die Stellung des durch die rechtswidrige Leistung Begünstigten wird nach der Rechtsprechung zwar mit zunehmendem zeitlichen Abstand vom Zeitpunkt der Bewilligung gestärkt (BSGE 81, 156, 161 = SozR 3-1300 § 45 Nr 37 S 118).
2. Im Rahmen der Einzelabwägung aller Belange kann eine Stärkung des Vertrauens des Betroffnen in den Bestand einer fehlerhaften Bewilligung angenommen werden, wenn der Leistungsträger über den bloßen Fehler bei der ursprünglichen Bewilligung hinaus noch weitere Fehler unterlaufen, die ein zusätzliches Vertrauen begründen (vgl hierzu BSG SozR 1300 § 45 Nr 9).
Rechtlicher Schwerpunkt: Zehntes Buch Sozialgesetzbuch (SGB X)
21.06.2001, B 7 AL 54/00 R
LSG BW, 19.04.2000, L 5 AL 4923/99 ✗
1. Zwei versicherungspflichtige Beschäftigungen als Voraussetzung für Teilarbeitslosigkeit können auch bei demselben Arbeitgeber bestehen.
2. Die Erlöschensregel des § 150 Abs 2 Nr 5 Buchst a SGB 3 setzt voraus, daß der Zahlungsanspruch und nicht nur das Stammrecht auf Teilarbeitslosengeld entstanden ist.
3. Zur Frage, wann ein Teilarbeitsloser im Wege des sozialrechtlichen Herstellungsanspruchs so zu stellen ist, als hätte er seinen Antrag auf Teilarbeitslosengeld erst zu einem späteren Zeitpunkt gestellt, zu dem der Zahlungsanspruch nicht wegen Aufnahme einer weiteren Teilzeitbeschäftigung erloschen wäre.
Rechtlicher Schwerpunkt: Teilarbeitslosengeld
20.06.2001, B 11 AL 97/00 R
LSG NW, 31.08.2000, L 9 AL 39/99 ✓
Es besteht bei Gewährung von Konkursausfallgeld kein Anspruch des Arbeitnehmers gegen die Bundesanstalt für Arbeit auf Rückübertragung der steuerlichen Bruttorestlohnforderung.
Orientierung
Nur das Nettoarbeitsentgelt nimmt am Anspruchsübergang teil, während der Arbeitgeber (Konkursverwalter) verpflichtet bleibt, die Steuer einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen, soweit kein Fall der Steuerfreiheit nach § 3 Nr 2 EStG vorliegt.
Rechtlicher Schwerpunkt: Insolvenzgeld/Konkursausfallgeld
20.06.2001, B 11 AL 3/01 R
LSG BW, 13.12.2000, L 3 AL 4252/00 ✓
Die Regelung über den Konkursausfallgeldzeitraum ist verfassungsgemäß und verletzt die Mindestanforderungen der EWGRL 987/80 nicht.
Rechtlicher Schwerpunkt: Insolvenzgeld/Konkursausfallgeld
20.06.2001, B 11 AL 10/01 R
LSG BW, 05.12.2000, L 13 AL 1099/00 ✓
1. Arbeitslosen Leistungsbeziehern obliegt es, dem zuständigen Arbeitsamt einen Wohnungswechsel persönlich und unverzüglich mitzuteilen; ein rechtzeitiger Postnachsendeauftrag genügt dem regelmäßig nicht.
2. Die Regelungen der Verfügbarkeit und Erreichbarkeit (§ 1 Abs 1 S 1 und 2 ErreichbAnO) sind durch die gesetzliche Ermächtigung, Näheres zu der Fähigkeit des Arbeitslosen zu regeln, Vorschlägen des Arbeitsamtes zur beruflichen Eingliederung zeit- und ortsnah Folge zu leisten (§§ 152 Nr 2, 119 Abs 3 Nr 3 SGB 3), gedeckt.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
17.05.2001, B 7 AL 42/00 R
LSG BB, 18.02.2000, L 8 AL 130/99 ✗
1. Zeiten des Bezugs von Unterhaltsgeld nach den "Richtlinien für aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) mitfinanzierte zusätzliche arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im Bereich des Bundes" (ESF-Uhg) begründeten auch nach dem AFG keine Anwartschaft für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld.
2. Wurden 360 Kalendertage in einem Versicherungspflichtverhältnis zurückgelegt, so ist damit die zwölfmonatige Anwartschaftszeit für einen Anspruch auf Arbeitslosengeld (§ 123 S 1 Nr 1 SGB 3) erfüllt (§ 339 S 2 SGB 3).
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
03.05.2001, B 11 AL 85/00 R
LSG BW, 01.03.2000, L 5 AL 2625/99 ✗
Orientierung
Für die Berechnung der für den Erstattungstatbestand nach § 128 AFG erheblichen Beschäftigungszeiten sind auch die Beschäftigungszeiten einzubeziehen, die vor der Verschmelzung bei einem untergegangenen Rechtsträger zurückgelegt worden sind.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
03.05.2001, B 11 AL 80/00 R
LSG BW, 06.09.2000, L 3 AL 1513/98 ✗
1. Lehnt der Arbeitslose ein mit einer Rechtsfolgenbelehrung verbundenes Vermittlungsangebot der Bundesanstalt für Arbeit ab, so tritt grundsätzlich auch dann die Regelsperrzeit ein, wenn der Arbeitslose zuvor das entsprechende Arbeitsangebot des Arbeitgebers abgelehnt hatte (Abgrenzung zu BSG vom 10.10.1978 - 7 RAr 55/77 = BSGE 47, 101 = SozR 4100 § 119 Nr 5).
2. Zur Frage, wann der Arbeitslose wegen der Ablehnung des Arbeitsangebots des Arbeitgebers einen wichtigen Grund hat, auch dem nachfolgenden Vermittlungsangebot der Bundesanstalt für Arbeit nicht zu folgen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
03.05.2001, B 11 AL 71/00 R
LSG BW, 26.07.2000, L 3 AL 5194/99 ✓
Der Arbeitslose ist für das Arbeitsamt in seiner Wohnung erreichbar, wenn er die am Samstag eingehende Briefpost am Sonntag zur Kenntnis nimmt.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
03.05.2001, B 11 AL 49/00 R
LSG BB, 02.03.2000, L 10 AL 193/97 ✗
Orientierung
Parallelentscheidung zu B 11 AL 50/00 R
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
03.05.2001, B 11 AL 47/00 R
LSG BB, 02.03.2000, L 10 AL 194/97 ✗
Orientierung
Parallelentscheidung zu B 11 AL 50/00 R
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
29.03.2001, B 7 AL 26/00 R
LSG ST, 15.02.2000, L 2 AL 64/97 ✓
1. Unterhaltsleistungen eines Stiefelternteils für Kinder des Ehegatten aus einer früheren Ehe können den Einkommensfreibetrag bei der Einkommensanrechnung im Rahmen der Bedürftigkeitsprüfung bei der Arbeitslosenhilfe erhöhen, wenn sich der Stiefelternteil gegenüber den Stiefkindern oder deren Mutter rechtlich bindend zur Unterhaltsleistung vertraglich verpflichtet hat.
2. Bei der Berechnung der dem Ehegatten hypothetisch zustehenden Arbeitslosenhilfe ist das jeweils aktuell erzielte Einkommen des Ehegatten zugrunde zu legen und auf Wochenbeträge umzurechnen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosenhilfe
29.03.2001, B 7 AL 14/00 R
LSG NW, 28.01.2000, L 12 AL 121/99 ✗
Orientierung
Der Wortlaut der Vorschrift des § 105b AFG setzt nur scheinbar den tatsächlichen Bezug von Alg voraus; nach der Rechtsprechung genügt vielmehr ein realisierbarer Anspruch. Es reicht sogar ein Anspruch für den Tag, in dessen Verlauf die Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
22.03.2001, B 11 AL 91/00 R
LSG NW, 31.08.2000, L 9 AL 171/98 ✗
Orientierung
Bei einem Grundlagenbescheid zu § 128 AFG handelt es sich nicht um eine Entscheidung über den Grund des Erstattungsanspruchs, wenn eine Entscheidung über den Grund des Erstattungsanspruchs noch nicht möglich ist.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
22.03.2001, B 11 AL 79/00 R
LSG BW, 24.08.1999, L 3 AL 932/98 ✗
Orientierung
Das LSG ist zur Amtsermittlung verpflichtet, soweit der Sachverhalt und der Beteiligtenvortrag dies nahelegen; dabei ist von allen geeigneten Ermittlungsmöglichkeiten erschöpfend Gebrauch zu machen.
Rechtlicher Schwerpunkt: Sozialgerichtsgesetz (SGG)
22.03.2001, B 11 AL 70/00 R
LSG NW, 15.06.2000, L 9 AL 148/98 ✗
Die Erstattungspflicht entsteht nach § 128 Abs 1 S 2 AFG auch dann nicht, wenn der Arbeitslose eine befreiende Lebensversicherung hätte in Anspruch nehmen können und ohne die Befreiung von der Versicherungspflicht in der Angestelltenversicherung die Voraussetzungen für eine Altersrente (§ 118 Abs 1 Nr 4 AFG) erfüllt hätte.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld
22.03.2001, B 11 AL 50/00 R
LSG BB, 02.03.2000, L 10 AL 57/99 ✗
Bei der Beurteilung des ursächlichen Zusammenhangs zwischen Erstattungsforderung und der Gefährdung der verbleibenden Arbeitsplätze bleiben Gründe, die außerhalb der wirtschaftlichen Situation des betroffenen Arbeitgebers liegen, außer Betracht.
Rechtlicher Schwerpunkt: Arbeitslosengeld